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Sie suchen einen abwechslungsreichen und kreativen Beruf im Umgang mit Kindern? Sicherlich kennt jeder die Berufsbezeichnung der Kindergärtnerin. Doch was für Aufgaben und welche Ausbildung stecken dahinter? Diese und noch andere Informationen können Sie in diesem Artikel erfahren.

Erzieherin

Übersicht:

  • Die Berufbezeichnung Kindergärtnerin
  • Das Arbeitsfeld als Kindergärtnerin
  • Die Tätigkeiten als Kindergärtnerin
  • Das Interessenfeld als Kindergärtnerin
  • Die persönlichen Fähigkeiten
  • Die Ausbildung im Bereich der Kindergärtnerin
  • Ausbildungsinhalte
  • Ein möglicher Studiengang
  • Die Verdienstmöglichkeiten
  • Die Zukunftsaussichten
  • Was Sie noch interessieren könnte

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Die Berufsbezeichnung Kindergärtnerin

Das Berufsbild der Kindergärtnerin wird nahezu ausschließlich von Frauen geprägt. Der Begriff Kindergärtnerin ist im allgemeinen Sprachgebrauch fest verankert, da die Mehrzahl der Erzieher in Kindergärten arbeitet.

Die richtige Begrifflichkeit für diesen Berufsstand ist Erzieherin. In den 70er Jahren ist die Ausbildung zur Erzieherin aus der Zusammenfassung der Ausbildungen zur Kindergärtnerin, Hortnerin und Heimerzieherin entstanden. Lediglich in der DDR ist der Beruf mit der offiziellen Bezeichnung als Kindergärtnerin weiterhin geführt worden.

Das Arbeitsfeld als Kindergärtnerin

Wie im Sprachgebrauch gefestigt, arbeiten Erzieherinnen hauptsächlich mit kleinen Kindern in der vorschulischen Erziehung. Sie arbeiten deshalb meistens in Kindergärten, Kinderhorten oder Kindertagesstätten.

Immer mehr Unternehmen stellen Einrichtungen zur Verfügung, in denen die Kinder der Mitarbeiter von Erziehern ebenfalls betreut werden. Das heißt aber keinesfalls, dass eine Erzieherin nur mit kleinen Kindern arbeiten darf. Ihre Ausbildung eröffnet ihr auch das Arbeitsfeld in der Heimerziehung oder in der Jugendarbeit. Die Kindergärtnerin finden die meisten Beschäftigungsverhältnisse bei staatlichen oder kirchlichen Trägern.

Die Tätigkeit als Kindergärtnerin

Die Förderung und Betreuung von Kindern ist die Haupttätigkeit als Erzieherin. Dieser Aufgabe gilt es dem Alter entsprechend auszuführen und dem körperlichen und geistigen Stand des Kindes gerecht zu werden. Hier sind viele Segmente mit inbegriffen.

So zählt sportliche Förderung der Motorik und Körperbewusstsein genauso zu Ihren Tätigkeiten, wie die Förderung der geistigen Fähigkeiten, die durch spielerische Aktivitäten erwirkt wird. Kindergärtner vermitteln auch Werte und Normen in ihrem Erziehungsauftrag. Gute Beobachtungen vermitteln der Kindergärtnerin ein ganzheitliches Bild. Somit können Sie rechtzeitig präventiv tätig werden, wenn sie eine Problematik in der Entwicklung des Kindes feststellen.

Das Interessenfeld als Kindergärtnerin

Der Beruf als Kindergärtnerin ist viel mit kreativen und gestalterischen Tätigkeiten verbunden, die Sie auf alle Fälle interessieren sollten. Sie sind in der Schulzeit gern zum Kunstunterricht gegangen? Sie hatten Freude im Musikunterricht und haben den Biologieunterricht mit Interesse verfolgt? Dann gehören die nötigen Grundlagen zu Ihren Interessen, die in diesem Beruf gebraucht werden. Im Ungang mit Kindern sollten Sie sich für die Nöte und Sorgen der Schutzbefohlenen interessieren, um auch auf die individuellen Bedürfnisse eingehen zu können.

Die persönlichen Fähigkeiten

Die wichtigste Grundlage für die Arbeit als Kindergärtnerin ist die Vorliebe für den Umgang mit Kindern. Sie müssen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein haben, um tobende und spielende Kinder zu beaufsichtigen.

Die psychische Belastbarkeit, die dieser Beruf mit sich bringt, ist nicht unerheblich. Sie sollten in der Erziehungsarbeit ein aufgeschlossenes Verhalten haben und trotz dessen die professionelle Distanz wahren können. Sie müssen in vielen Situationen beherrscht und souverän reagieren. Einfühlungsvermögen und die Eigenschaft sich durchsetzen zu können, sind beide wichtige Eigenschaften, die Ihnen liegen sollten.

Die Ausbildung im Bereich der Kindergärtnerin

Die Ausbildung im Bereich der Kindergärtnerin ist die Ausbildung zur Erzieherin, die in schulischer Form erfolgt. Die Schulen sind Fachschulen, Fachakademien, Berufsfachschulen oder ein Berufskolleg. Die Ausbildung dauert in Vollzeit zwei bis drei Jahre und in Teilzeit müssen Sie mit drei bis sechs Jahren rechnen. Der Abschluss der Ausbildung bildet die staatliche Abschlussprüfung, die der jeweiligen Verordnung des Bundeslandes unterliegt.

Ausbildungsinhalte

Der Unterricht ist in theoretische und praktische Phasen eingeteilt. Während dieser Zeit erlangen Sie Fähigkeiten und Fertigkeiten beispielsweise in folgenden Bereichen auf dem Weg zur Kindergärtnerin:

  • Die Gestaltung der pädagogischen Beziehung zu Kindern und Jugendlichen
  • Die Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen
  • Die Grundlagen der Gruppenarbeit und Gruppenaktivitäten
  • Die Entwicklung von Konzepten im Team
  • Die Hintergründe von rechtlichen, finanziellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingen der Institutionen

Diese Bereiche sind Themen im Unterricht und auch im Praktikumsbetrieb. Sie können die erlernten Kenntnisse unter Anleitung in den sozialpädagogischen Einrichtungen umsetzen und vertiefen.

Ein möglicher Studiengang

Dem Interessenfeld der Kindergärtnerin kommt der Studiengänge Bildung und Erziehung im Kindesalter, Pädagogik im Kindesalter oder Frühkindliche Erziehung am nächsten. Das Studium dauert drei Jahre und schließt bei erfolgreichem Abschluss mit dem Bachelor ab.

Das Studium ist ein junger Studiengang und in europäischen Ländern ist die Qualifikation schon Standard. In Deutschland rückt mittlerweile der Fokus auch immer mehr auf die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit vor dem Schuleintritt.

Die Verdienstmöglichkeiten

Das erste Gehalt erzielen Kindergärtnerinnen im Praxisjahr, da die schulische Ausbildung unvergütet ist. Der Durchschnittsverdient als Erzieherin in öffentlichen Einrichtungen liegt bei 2400 Euro brutto monatlich. Im Bildungswesen ist der durchschnittliche Verdienst 2200 Euro brutto im Monat.

In öffentlichen Einrichtungen haben Sie die Möglichkeit durch die Entgeltgruppe mit den Berufsjahren mehrer Lohnstufen aufwärts zu klettern und mit der Zeit ein Gehalt von 3000 Euro brutto monatlich einzustreichen.

Die Zukunftsaussichten

Die Möglichkeit, die eigenen Chancen mit Zusatzqualifikationen zu erweitern, ist schon in der Ausbildung auf dem Weg zur Kindergärtnerin gegeben. Sie erhalten mit dem erfolgreichen Abschluss bei der Belegung relevanter Schulfächer die Fachhochschulreife anerkannt.

Dieser Abschluss ist die Basis für ein Studium, das Sie somit anstreben können. Die Kompetenzen im Bereich der Kindergärtnerin erweitern Sie mit der Prüfung zur Fachwirtin für Erziehungswesen. Mit dieser Qualifikation können Sie Ihre Karriere ausbauen und Führungspositionen erreichen. Mit dem nötigen Elan ist auch der Weg in die Selbstständigkeit machbar mit einer privaten Einrichtung für die Betreuung von Kindern.

Was Sie noch interessieren könnte

Sie können während der schulischen Ausbildung als Kindergärtnerin Schüler BAfäG beantragen. Das Fördegeld ist abhängig vom Einkommen der Eltern und muss bei Bewilligung nicht zurückgezahlt werden.

Übrigens: Es gibt leider immer noch großen Mangel an männlichen Personen in diesem Berufsfeld.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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